Newsletter Oktober 2011

Reflexion zur Kurzlebigkeit in der IT

Die IT ist ein kurzlebiges Geschäft. Entsprechend schwierig ist es für Menschen, die in einer Firma die Infrastruktur betreuen und eigentlich etwas ganz anderes arbeiten, Entscheidungen zu fällen.

Der IT-Sektor ist ein bewegter Markt. Menschen, die mitten im Berufsleben stehen, lernten Geschäftsabläufe ohne Informatik kennen. Sie haben mitgeholfen, in Betrieben die EDV einzuführen. Dieser Prozess geschah in den letzten 15 bis 25 Jahren. Nun ist hinlänglich bekannt, dass der IT-Markt kurze Lebenszyklen kennt: Dieser beträgt ungefähr 5 bis 7 Jahre. Danach stehen Neuanschaffungen an, häufig sind alte Programme nicht einmal kompatibel mit den Neugeräten.
Eine Kundendatenbank bzw. ein CMS soll mindestens während einer ganzen Firmengeneration laufen – will heissen 20 bis 50 Jahre. Was, wenn eine mühsam aufgebaute, gepflegte und täglich verwendete Kundendatenbank bzw. ein CMS nicht mehr läuft weil die neue Hardware dies nicht zulässt? Eine Datenbank neu zu kaufen ist einfach, sie danach einzurichten und wieder so herzustellen, dass der gesamte Geschäftsablauf darüber erledigt werden kann, ist eine riesige Herausforderung.

In Firmenumgebungen braucht es jedoch Investitionssicherheit. Vor solchen Herausforderungen stehen viele.

Apple macht es in dieser Hinsicht für Firmen schwierig. Bekannt ist Apple für Überraschungen und ihre Nicht-Kommunikation. Es ist unmöglich, längerfristig mit Apple-Produkten zu planen. So wurde vor 11 Jahren überraschend der Wechsel auf ein UNIX-basiertes Betriebssystem angekündigt, vor 6 Jahren ebenso überraschend der Wechsel auf Intel-Hardware und im Dezember 2010 das Ende des OS X Servers. Der jüngste Spross des UNIX-basierten Betriebssystems OS X 10.7 Lion bedeutet das Ende jeglicher Nutzung von PPC-Code, alte Programme, z.B. Filemaker-Datenbanken bis FileMaker 6 oder AppleWorks-Dateien können unter dem aktuellen System nur mehr mit grossem Aufwand geöffnet und bearbeitet werden.
Ausserdem hat Apple in OS X 10.7 Lion die Oberfläche massiv verändert wie seit Beginn des OS X nie.

Ein anderes, schwieriges Thema, mit dem ich mich täglich auseinandersetze ist die immer grösser werdende Abhängigkeit von der Firma Apple. So ist iTunes mittlerweile ein komplett geschlossenes System über das Apple exklusiv Software für iPad, iPod und iPhone vertreibt. Von der Firma wird entschieden, welche Produkte verkauft werden dürfen und welche nicht. Im Jahre 2008 wurde der AppStore gegründet mit dem Ziel möglichst sämtliche Software, die auf einem Apple Macintosh-Computer läuft über diesen Kanal zu verkaufen. Die Entwickler werden dadurch komplett abhängig vom AppStore und Apple.
Dafür ist der Einkauf für den Kunden, die Kundin bequem.

Andererseits geht die Entwicklung immer mehr zu Systemen, bei denen der Unterbau keine Rolle mehr spielt. Egal auf welchem Gerät, egal auf welcher Plattform – es kann gearbeitet werden. Gerade bei Online-Diensten ist dies deutlich ersichtlich. Browser basierte, sauber programmierte Anwendungen können auf jedem Betriebssystem und auf den verschiedensten Geräten wie Smartphone, Tablet-Computer, Laptop etc. gebraucht werden.
Viele dieser Anwendungen und Bereiche sind “kostenlos”. Jedoch, gratis gibt es nichts – und hier ist als Geschäft grösste Vorsicht geboten. Nie und nimmer würde ich meine Geschäftsdaten auf Facebook veröffentlichen – dies geschieht jedoch schneller als einem lieb ist, etwa, wenn ich im iPhone die Facebook-App installiere und bei der Nachfrage, ob ich die Adressen aus dem Adressbuch einbinden will, dies erlaube – schon sind alle meine Geschäftsadressen auf Facebook, werden verlinkt, die Leute erhalten ungefragt (und was in der Schweiz eigentlich strafbar ist) Werbe E-Mails. Facebook ist “kostenlos”. Alles innerhalb des Netzwerkes oder irgendwo sonst mit Facebook verlinkte wird jedoch analysiert und für Werbung gebraucht.
Gleich verhält es sich mit Google.

Alles was in iTunes, im AppStore oder auf dem iPhone geladen oder gemacht wird, wird gespeichert und von Apple ausgewertet. Und jeder Nutzer sollte sich immer wieder selbst fragen:
Ja, ich habe eine Privatsphäre, ich habe etwas zu verstecken – im täglichen Leben laufe ich ja auch mit Kleidern herum.

Diese Entwicklungen passen gut zusammen: Einerseits die Kurzlebigkeit, andererseits der neue Trend, alles Online zu verwalten (damit werde ich Geräte-unabhängig), dafür gebe ich sämtliche Selbstbestimmung auf. Diese Überlegungen müssen immer im Auge behalten werden, bevor man sich blind technischen Neuerungen unterwirft.


Information

Die Firmenübernahme der imaprint AG ist per 1. Juli 2011 geschehen.
An der Zähringerstrasse 9a in 3012 Bern sind nun unter einem Dach zwei Firmen vereint:

DoktorMac, zuständig für den Macintosh-Support mit den bekannten Angeboten.

• Die imaprint AG, zuständig für den gesamten Workflow für Fotografen, Grafiker, Druckvorstufen und kleine Druckereien – alle, die farbverbindlich arbeiten.

Das Team besteht aus folgenden Personen:
• Peter Brechbühl, Firmenleiter, Einrichten, Support, Hasselblad-Scanner
• Doris Schwab, Sekretariat, Papiere, Tinte, Offertwesen
• Tobias Heer, Technik , Reparaturen, Support Macintosh-Computer
• David Bruggisser, Werbung nach aussen
• Martin Siebert, Firmenberatung, Buchhaltung
Ed Dean, Website, Grafik

Die Umstellung und die örtliche Zusammenführung der beiden Firmen konnte während der Sommerzeit stattfinden, so dass wir nun gerüstet sind, unsere Kundschaft gestärkt zu bedienen.

DoktorMac®
Peter Brechbühl

Apple Logo Certified Mac Technician

Apple Logo Certified Technical Coordinator 10.6

Apple Logo Certified Support Professional 10.6

Apple Logo Certified Support Professional 10.5


Kurz vorgestellt

Längerfristige Qualitäten bietet die imaprint AG: Geräte für hochwertiges Scannen, und farbverbindliches Drucken. Wir sind zuständig für Beratung und das Einrichten und die Schulung der Geräte für den täglichen Gebrauch. Wir bedienen damit einen Nischenmarkt im Persönlichen, direkt Erlebbaren und heben uns von der anonymen Masse im Internet ab.

Bei uns können Epson-Tinten für Grossformatdrucker bestellt werden, die Hasselblad-Scanner der flextight-Serie werden eingerichtet und gewartet. Bildschirme von NEC, Quato oder Eizo kalibrieren wir.
Papiere von Epson und speziell MOAB – einziger Lieferant in der Schweiz für dieses Top-Produkt – können Sie bei uns bestellen.

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In letzter Minute

Steve Jobs ist tot. Wie geht es mit Apple weiter?
Die Nachfolge wurde von langer Hand sorgfältig mit Tim Cook geregelt. Die nächsten 2 – 3 Jahre werden jedoch zeigen, ob die Firma in ihrer schwierigen Kommunikationsstruktur etwas ändert und ob die Innovationskraft der Firma bestehen bleibt.